Donnerstag, 14. Mai 2015

BPM Architektur: Übersicht der Bestandteile

Wie alle Systeme hat auch ein BPM System eine Architektur inne. Diese variiert in ihrer Komplexität je nach Zweck und Integrationstiefe des BPM-Systems und muss dem jeweiligen Kontext angepasst werden.

Die in diesem Blog vorgestellte BPM Architektur stellt einen allgemeine Architekturansatz dar, der sich in vielen Aspekten an die Auffassung von Gartner[1] anlehnt. Jede der nachfolgend genannten Schichten (inklusiver ihrer Komponenten) wird in zukünftigen Beiträgen näher beschrieben.

Die Schichten einer allgemeinen BPM-Architektur.

Benutzerinteraktion

Die menschliche Integration in den Ablauf der automatisierten Prozesse mit Hilfe von Benutzerschnittstellen. Die Prozessteilnehmer müssen mit UI-Komponenten interagieren und Informationen einholen oder bereitstellen, die zur Lösung der Ihnen gestellten Aufgaben dienen und den Prozess vorantreiben.
Die Benutzerinteraktionskomponenten sind die Mechanismen, mit denen alle Prozess-Stakeholder - inklusive Prozessteilnehmer, Prozess-Owner, Prozessanalysten oder IT-Abteilung - interagieren.

Design-Time

Die Design-Time Komponenten unterstützen die Dokumentation und die Analyse der Geschäftsprozesse. Die Prozesstreibenden benötigen eine Infrastruktur, welche sie beim Design oder der Modellierung von Prozessen und dem Erschaffen von Prozessautomatisierungsmaßnahmen unterstützt. Dies umfasst u.a.:
■ Prozess-Design
■ Regeldefinition
■ Benutzerinteraktions-Design
■ Simulations-Design
■ KPI Definition
■ Solution Development

Plattform-Persistenz

Die Plattformpersistenzkomponenten werden benötigt, um die Zustände und aufgetretenen Ereignisse von Prozessschritten und davon abhängige Aktionen zu persistieren. Dies ermöglicht auch eine retrospektive Analyse der Prozessinstanzen und Governance-Maßnahmen.

Laufzeit (Runtime Hosting)

Die Laufzeitkomponente ermöglicht den Betrieb der Prozess-Engine und bietet zudem eine unterstützende Umgebung in Form von vermittelnden Systemen, Middleware und Monitoring-Möglichkeiten. 

Sicherheit

Die Sicherheitskomponenten unterstützen die Integration sicherheitsrelevanter Features wie z.B. SSO (Single-Sign-On) und Berechtigungssysteme.

Enterprise Service Bus

Der Enterprise Service Bus stellt im Rahmen einer SOA-Architektur den zentralen Zugriffspunkt für Dienste und Datenmodelle dar. Er ist protokollunabhängige Middleware für unterschiedliche
Plattformen und Technologien. Zudem übernimmt er wiederkehrende Aufgaben, wie z. B. das Wandeln von Protokollen, das Filtern und das Routen von Nachrichten.

Datenquellen/Enterprise Systeme

Die Datenquellen und Enterprise-Systeme bilden die unternehmensweite Datenbasis, in welcher die Datenobjekte persistiert werden.
Übersicht der Schichten und Komponenten eines BPM-Systems.

Quellen

[1] Gartner: "Business Process Management Infrastructure"; Richard Watson & Anne Thomas Manes; 2012.
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